• 31. Mai 2023 22:39

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Waterloo Teil 5 von 5 (Closed Finalscene)

 

Der Kriegsfilm Waterloo aus dem Jahr 1970 war, gelinde gesagt, ein bescheidener Film. Er war mit recht bekannten Stars besetzt und gewann bei seiner Veröffentlichung eine Reihe von Preisen. An den Kinokassen schlug er jedoch ein wie eine Bombe und stieß bei Kinobesuchern und Kritikern gleichermaßen auf wenig positive Resonanz. Die gesamte Waterloo-Kampagne und die Tage davor waren vielleicht zu groß, um sie auf die Leinwand zu bannen. Aber es gibt eine Sache, die den Kriegsfilm von 1970 von anderen Filmen dieses Genres abhebt – seine beeindruckenden und sehr aufwendigen Schlachtszenen, die mit den heutigen CGI-Animationen nicht zu vergleichen sind, weil jedes Pferd, das stürzt, jeder Soldat, der weitermarschiert, jede Explosion so passiert ist, wie sie passiert ist.

Der gesamte Waterloo-Film dauert insgesamt etwas mehr als zwei Stunden, obwohl die russische Version des Films insgesamt vier Stunden dauert. In dieser Zeit springt der Film zwischen Reden, Tanzen und einer Menge Kampfszenen hin und her. – Insgesamt wurden für die gesamte Waterloo-Produktion 15.000 echte Soldaten und 2.000 Kavalleristen als Statisten eingesetzt. Hinzu kamen fünfzig Stuntreiter aus dem Zirkus, die die riskanten Stunts wie Stürze von Pferden und dergleichen ausführten.

Wie konnte das Team hinter Waterloo eine so gewaltige Produktion auf die Beine stellen, als es noch keine CGI gab? Die Antwort ist einfach, dass das Team nicht auf traditionelle Weise gearbeitet hat.

Für Waterloo flog Produzent Dino De Laurentiis in die Sowjetunion, obwohl es mitten im Kalten Krieg war, und die Besetzung des Films bestand ausschließlich aus britischen und amerikanischen Schauspielern. De Laurentiis gelang es, den russischen Regisseur Bundarchuk für die Verhandlungen mit den Sowjets zu gewinnen. Dieser Deal ermöglichte es ihnen nicht nur, den gesamten Waterloo-Film in der UdSSR zu drehen, sondern auch, dass sie zu unglaublich niedrigen Preisen auf russische Männer und Ausrüstung zugreifen konnten.

Aufgrund dieser Vereinbarung stellte die Sowjetarmee schließlich fünfzehntausend ihrer Männer zur Verfügung, um in Waterloo Soldaten zu spielen. Dazu kamen noch Pioniere und eine ganze Kavalleriebrigade. Die Soldaten, die während der gesamten Dauer der Dreharbeiten in Zelten in der Nähe des „Schlachtfelds“ untergebracht waren, wurden monatelang trainiert, um ihnen ein authentisches napoleonisches Aussehen zu verleihen, während die anderen 2.000 Soldaten ein intensiveres Training absolvierten, da sie Musketen für die Kameras laden und abfeuern mussten.

Anmerkung: Interessant ist jedoch der nicht überlieferte Spruch Napoleons General, der nach der verlorenen Schlacht und blutreichen Toten und Verwundeten sagte: Man würde ihn Napoleon, wie Pronetheus in Ketten legen, für das was er getan hat. – Nun den Ausgang der Geschichte Napoleons ist bekannt. –  Vor 202 Jahren ist Napoleon Bonaparte im Exil auf St. Helena gestorben. – Ob Kaiser oder grössenwahnsinniger Despot – ein Mythos ist er heute noch. – Das aber ist eine andere Geschichte.

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